Die Napoleonschanze

Die Napoleonschanze, die mit dem angeschlossenen Schwanenteich zum erweiterten Kurpark im Stadtgebiet gehört, wurde zwischen 1811 und 1813 errichtet. Sie ist das älteste noch im Urzustand erhaltene Bau- und Kulturdenkmal der Insel. Ostfriesland war zu dieser Zeit von Napoleons Armeen okkupiert und wurde als Département Ems-Oriental an die Niederlande abgetreten. Norderney lag zu dieser Zeit im Arrondissement Aurich, Kantonsort war Norden. Die Insulaner litten unter der durch Frankreich verhängten Kontinentalsperre gegen England und dem daraus resultierenden Seehandelsverbot. In dieser Zeit blühte auf Norderney wie auf den anderen Ostfriesischen Inseln der Schmuggel. Zu dessen Bekämpfung wurden 300 Soldaten auf der Insel stationiert, die einen Wall sowie eine Geschützstellung errichteten. Dieser Wall folgte zum Teil dem damaligen natürlichen Küstenverlauf zur Wattseite. Die heutige Marienstraße bildete damals den südlichen Rand der Insel. Erst im mittleren bis späten 19. Jahrhundert wurde dieser Bereich durch Landgewinnung vergrößert und darauf später das Hafenbecken und der Militärflugplatz errichtet.

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Am Rand der Schanze befindet sich auf einem Hügel ein am 20. Oktober 1930 eingeweihtes Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 gefallenen Söhne der Insel in Form eines breiten Kreuzes. Der sogenannte Bismarck-Stein wurde von dem Bildhauer Hermann Hosaeus entworfen und gebaut. Das Kreuz trägt auf der Vorderseite die Inschrift:

„Euch Allen Dank – Ob Ihr In Heimaterde Ruht, Ob Euch zum Letzten Schlummer Wiegte Meeresflut, Ob Fern Ihr Schlaft In Fremdem Land, Dies Eiland Denkt An Euch Solange Es Steht, Und Seewind Über Seine Dünen Weht – 1914–1918“

– Inschrift auf dem Bismarck-Kreuz an der Napoleonschanze auf Norderney

Auf der Rückseite sind die Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Norderneyer eingraviert.